ROAS berechnen: Nutze Formel und Beispiel, bestimme deinen Break-even-Wert und optimiere Kampagnen anhand von Marge, Tracking und Conversion-Rate.
Der ROAS steht für Return on Ad Spend und misst das Verhältnis zwischen werbebedingtem Umsatz und Werbekosten. Er zeigt dir, wie viel Umsatz jeder investierte Werbe-Euro erzeugt. Anders als der ROI berücksichtigt der ROAS weder Wareneinsatz noch Personal-, Versand- oder Betriebskosten und ist deshalb kein direkter Gewinnindikator.
Die Formel lautet: ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten × 100. Alternativ kannst du den Wert als Faktor angeben. Ein Ergebnis von 400 Prozent entspricht einem Faktor von 4. Wichtig ist, dass Umsatz und Kosten denselben Zeitraum sowie dieselbe Kampagne, Anzeigengruppe oder denselben Kanal abbilden.
Du brauchst die vollständigen Werbekosten und den Umsatz, der diesen Ausgaben nachvollziehbar zugeordnet werden kann. Dazu gehören je nach Kanal Klickkosten, Mediabudget und gegebenenfalls direkt zurechenbare Gebühren. UTM-Parameter, Conversion-Tracking und ein einheitliches Attributionsmodell helfen, Doppelzählungen und falsche Zuordnungen zu vermeiden.
Eine Kampagne verursacht 2.000 Euro Werbekosten und erzielt 8.000 Euro zugeordneten Umsatz. Die Rechnung lautet: 8.000 ÷ 2.000 × 100 = 400 Prozent. Damit entstehen vier Euro Umsatz pro eingesetztem Werbe-Euro. Ob daraus Gewinn entsteht, lässt sich erst unter Einbeziehung der übrigen Kosten beurteilen.
Ein allgemeingültiger Benchmark ist nicht sinnvoll, weil Margen, Retourenquoten, Wiederkaufraten und Kostenstrukturen variieren. Entscheidend ist dein Break-even-ROAS. Bei einer Deckungsbeitragsmarge von 25 Prozent liegt er rechnerisch bei 400 Prozent: 100 ÷ 25 = 4. Kanal- oder Branchenwerte dienen höchstens als Vergleich, nicht als Profitabilitätsgrenze.
Häufige Fehler sind unvollständig erfasste Werbekosten, doppelt gezählte Conversions, uneinheitliche Zeiträume und ein ungeeignetes Attributionsmodell. Auch stornierte Bestellungen, Rabatte und Retouren können den zugeordneten Umsatz erhöhen, obwohl er später nicht vollständig realisiert wird. Prüfe außerdem, ob verschiedene Plattformen dieselbe Conversion beanspruchen.
Vergleiche Kampagnen nach Zielgruppe, Creative, Produkt und Landingpage und verlagere Budget nur auf Segmente, die oberhalb deines Break-even-Werts liegen. Verbessere zusätzlich Conversion-Rate und Warenkorbwert und reduziere Streuverluste. Smart Funnels zeigen relevante Abbrüche; Heatmaps und Session Replays helfen dir, konkrete Hürden auf Landingpages zu erkennen.