Lerne, wie du Scroll-Tiefe misst, richtig interpretierst und mit Heatmaps nutzt, um Inhalte, CTAs und Seitenstruktur gezielt zu verbessern.
Scroll Tracking erfasst, wie weit Besucher auf einer Webseite nach unten scrollen. Das Ergebnis wird als Scroll-Tiefe bezeichnet und meist in Prozent der Seitenhöhe oder über festgelegte Schwellen dargestellt. Die Kennzahl zeigt, welche Seitenbereiche erreicht wurden, sagt allein aber nicht aus, ob Besucher die Inhalte aufmerksam gelesen haben.
Die Scroll-Tiefe zeigt dir, ob wichtige Inhalte, Formulare oder CTAs überhaupt in den sichtbaren Bereich gelangen. Du kannst damit Abbruchstellen erkennen, ähnliche Seiten vergleichen und prüfen, ob Änderungen an Einstieg, Gliederung oder Platzierung die Nutzung beeinflussen. Verweildauer und Absprungrate liefern diese Information nicht allein.
Ein Tracking-Skript berechnet die Scrollposition im Verhältnis zur gesamten Seitenhöhe. Sobald ein Besucher eine definierte Schwelle erreicht, wird ein Event ausgelöst. Je nach Umsetzung lässt sich die größte erreichte Tiefe pro Sitzung oder jedes Überschreiten einer Schwelle speichern. Dynamisch nachgeladene Inhalte müssen bei der Berechnung berücksichtigt werden.
Häufig werden 25 %, 50 %, 75 % und 100 % verwendet, weil sie eine kompakte Auswertung ermöglichen. Für kurze Landingpages oder gezielt platzierte Elemente können zusätzliche Schwellen sinnvoll sein. Wichtiger als ein allgemeines Raster ist, dass die Messpunkte zu deiner Seitenstruktur und den entscheidenden Inhaltsabschnitten passen.
Einen allgemeingültigen guten Wert gibt es nicht. Eine kurze Landingpage ist nicht direkt mit einem langen Ratgeber oder einer Kategorieseite vergleichbar. Prüfe stattdessen, welcher Anteil der Besucher relevante Abschnitte erreicht, und vergleiche Seiten desselben Typs sowie Zeiträume vor und nach einer Änderung.
Ein Heatmap Tool stellt die Reichweite einzelner Seitenbereiche visuell dar. Dadurch erkennst du, an welchen Stellen die Besucherzahl deutlich abnimmt und ob wichtige Elemente unterhalb dieser Grenze liegen. Zusammen mit Session Replays und Events kannst du besser unterscheiden, ob Struktur, Inhalt oder technische Probleme den Abbruch verursachen.
Platziere zentrale Aussagen und Handlungsoptionen vor auffälligen Abbruchstellen, kürze Wiederholungen und gliedere lange Abschnitte mit klaren Zwischenüberschriften. Ändere möglichst nur wenige Elemente gleichzeitig und vergleiche anschließend ähnliche Zeiträume. Beachte bei der Erfassung von Nutzungsdaten außerdem eine DSGVO-konforme Konfiguration.