Prüfe Leistungen, Preismodelle, Auswahlkriterien und DSGVO-Pflichten – und entscheide, ob Agentur, Freelancer oder eigenes Tool passt.
Eine Agentur lohnt sich vor allem bei mehreren relevanten Funnels, ausreichenden Conversions für kontrollierte Tests und fehlenden internen Kapazitäten für Analyse, UX, Text, Design oder Entwicklung. Sie ist weniger sinnvoll, wenn kaum Daten vorliegen, nur eine einzelne Schwachstelle untersucht werden soll oder Änderungen intern nicht zeitnah umgesetzt werden können.
Typische Leistungen sind Analytics-Audits, Heatmaps, Session Replays, Nutzerbefragungen, Funnel-Analysen, Hypothesenbildung, UX- und Textkonzepte, A/B-Tests sowie deren Auswertung. Vor Vertragsabschluss sollte klar sein, ob die Agentur Änderungen nur empfiehlt oder auch gestaltet, entwickelt, technisch prüft und veröffentlicht.
Du brauchst definierte Ziele, verlässliches Tracking und genügend Conversions in den untersuchten Schritten. Entscheidend ist nicht nur die Zahl der Besuche, sondern die Ausgangsrate und der erwartete Effekt. Lass vorab abschätzen, welche Stichprobe und Laufzeit ein Test benötigt. Ohne ausreichende Daten sind qualitative Analysen und direkte Verbesserungen oft sinnvoller als A/B-Tests.
Üblich sind monatliche Retainer, klar abgegrenzte Projekte und erfolgsabhängige Vergütung. Vergleiche Angebote nicht nur nach Tagessatz, sondern nach enthaltenen Analysen, geplanter Testfrequenz, Entwicklungsaufwand und Reporting. Kläre außerdem, ob Toolkosten, Designs, Implementierung und Qualitätssicherung im Preis enthalten sind oder separat abgerechnet werden.
Ein Freelancer passt bei einer klar umrissenen Aufgabe, wenn dein Team die technische Umsetzung übernehmen kann. Ein eigenes Tool eignet sich, um Probleme zunächst selbst zu lokalisieren. Heatmaps, Session Replays, Smart Funnels, Events und Rage Clicks zeigen Reibungspunkte; Watchtower, Data Hub und Learning Insights unterstützen die laufende Auswertung. Derselbe Stack kann Agenturen als Datenbasis für Kundenprojekte dienen.
Prüfe sieben Punkte: 1. Arbeit mit echten Verhaltens- und Geschäftsdaten, 2. dokumentierte Hypothesen und Testregeln, 3. klare Zuständigkeit für Design und Entwicklung, 4. passende Erfolgskennzahlen wie Umsatz pro Besucher oder qualifizierte Leads, 5. transparente Berichte einschließlich negativer Ergebnisse, 6. nachweisbare Erfahrung mit deinem Geschäftsmodell und 7. nachvollziehbare DSGVO-Prozesse für eingesetzte Tools und Datenzugriffe.
Kläre vor dem Datenzugriff Rollen, Rechtsgrundlage und Zweck der Verarbeitung. Je nach Konstellation brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, eine Prüfung der Unterauftragnehmer und dokumentierte Löschfristen. Zugriffe sollten auf erforderliche Daten begrenzt und personenbezogene Inhalte maskiert werden. Prüfe außerdem Einwilligungsanforderungen, Drittlandtransfers und ob die Datenschutzerklärung alle CRO-Tools und Zwecke korrekt nennt.