Prüfe Consent Mode, Cookieless Tracking, Datenresidenz, AVV und Löschfristen mit einer konkreten Checkliste für Website und Shop.
DSGVO konformes Tracking bedeutet, dass du für jede Datenerhebung Zweck und Rechtsgrundlage festlegst, nur erforderliche Daten verarbeitest und verständlich darüber informierst. Zusätzlich brauchst du definierte Zugriffs- und Löschregeln. Setzt du externe Anbieter ein, musst du deren Rolle, Speicherorte, Subprozessoren und vertragliche Grundlagen prüfen.
Eine Einwilligung ist regelmäßig erforderlich, wenn Analyse- oder Marketing-Tracking nicht für den angeforderten Dienst notwendig ist und dabei Nutzer wiedererkannt oder personenbezogene Daten verarbeitet werden. Entscheidend sind Technik, Zweck und Datenfluss. Das Banner muss eine echte Wahl bieten; eine Ablehnung darf nicht komplizierter als eine Zustimmung sein.
Nein. Ein Consent Mode übermittelt den Einwilligungsstatus an angebundene Dienste, ersetzt aber weder eine passende Rechtsgrundlage noch eine korrekte Konfiguration. Prüfe, welche Signale vor der Zustimmung gesendet werden, ob Tags zuverlässig blockiert bleiben und ob ein Widerruf sofort greift. Dokumentiere die Einstellungen und teste alle Auswahlmöglichkeiten.
Nein. Cookieless Tracking im Light-Modus verzichtet zwar auf bestimmte Cookies oder persistente Kennungen, kann aber weiterhin personenbezogene Daten verarbeiten. Das gilt etwa bei vollständigen IP-Adressen, Fingerprinting oder umfangreichen Geräteprofilen. Prüfe deshalb Zweck, Datenumfang, Wiedererkennbarkeit und Rechtsgrundlage statt nur die verwendete Speichertechnik.
Die Datenresidenz zeigt, in welchen Ländern Tracking-Daten gespeichert und verarbeitet werden. Prüfe auch Supportzugriffe, Backups und Subprozessoren. Verarbeitet ein Anbieter personenbezogene Daten in deinem Auftrag, ist in der Regel ein AVV nach Art. 28 DSGVO erforderlich. Ein Speicherort in der EU allein macht ein Tracking-System noch nicht konform.
Erstelle zuerst eine Liste aller Tags, Events, Zwecke und Empfänger. Blockiere nicht erforderliche Analyse bis zur Einwilligung, minimiere Event-Daten und vermeide personenbezogene Inhalte in URLs, Formularfeldern und Session Replays. Lege Löschfristen fest, schließe erforderliche AVV ab und teste Zustimmung, Ablehnung sowie Widerruf in Browser und Tag-Manager.
Eine Google Analytics Alternative solltest du nicht nur nach Funktionsumfang auswählen. Prüfe Datenresidenz, AVV, Subprozessoren, Löschfristen, IP-Verarbeitung und Exportmöglichkeiten. Kläre außerdem, ob Heatmaps, Session Replays, Events und Smart Funnels einzeln steuerbar sind und ob das Tool die Signale deiner Consent-Plattform zuverlässig respektiert.